AWs ESC vs. Cloud Act
Ich war jetzt 2 Tage in München um mich mit Leuten von AWS zum Thema ESC auszutauschen.
Für mich eine der wichtigsten Fragen war dabei, wie denn die juristische Barriere gegen Cloud Act mit Gag-Order etc. genau funktioniert und das wurde schlüssig erklärt.
Vorweg: ich bin kein Anwalt, ich berichte hier aus meiner technischen/Geschäftsinteressen Sicht!
Also wie sieht die juristische Barriere aus?
Angenommen eine US-Behörde stellt eine Anfrage an AWS, die die Ressourcen in der ESC Partition betrifft. Dann müsste AWS Inc. diese Anfrage ablehnen, weil die Infrastruktur nicht in ihrem technischen Zugriff liegt und auf die deutsche GmbH verweisen. Die deutsche GmbH kann und muss direkte Anfragen abweisen, denn ein Auskunftsersuchen ist nur über ein Amtshilfeverfahrensweg möglich, genauso wie das eben bei anderen deutschen Unternehmen der Fall wäre. Die US Behörde müsste sich also an ihr deutsches Pendant im Zuge eines solchen Verfahrens wenden. Die deutsche Behörde würde dann nach deutschem/europäischen Recht entscheiden, ob sie diesem Ersuchen nachkommt und gegebenenfalls diese Ressourcen/Beweise beschlagnahmt/beschafft und weiterleitet.
Mich hat das überzeugt!
Fun Fact am Rande:
die letzten Jahre hatten sich wechselweise Deutschland und Indien um den ersten Platz bei Auskunftsersuchen an AWS Inc abgewechselt. Besonders witzig wenn man es noch auf die Einwohnerzahl herunterrechnet…
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